Gesangsmikrofone

Neben den Bullets werden Stabmikrofone, meist Gesangsmikrofone, vor allem benutzt, wenn der Sound mehr akkustisch sein soll. Moderne Gesangsmikrofone sind meist "niederohmig" und haben einen symetrischen XLR Anschluß. Aber von Gussow haben wir ja schon gelernt, dass es auch noch alte, "hochohmige" Mikrofone gibt. Im Handel sind neu immer noch zwei Modelle von Shure verfügbar, die Unisphere Modelle, das SD 545 (Vorgänger des SM57) und das SD 565 (Vorgänger des SM58).

Im Bild ein Shure SD 565, schon bei Woodstock im Einsatz, so sieht es zumindest aus. Um das Cupping zu vereinfachen, kann man den Korb abnehmen und sich einen Trichter bauen. Dabei ist es ein großer Vorteil, wenn man Zugang zu einer CNC Drehbank hat. Aber sicher geht das auch mit anderen Mitteln. DIY ist gefragt, siehe auch unten.

Problem USA XLR

Ein solches Mikro ist teuer und so sucht man bei ebay. Wenn diese Mikros aus den USA stammen, dann zeigt sich ein seltsames Phänomen. LowZ funktioniert, HighZ nicht. Deswegen ist das Mikrofon nicht defekt, es liegt wie schon beim Hohner Bluesblaster an der Steckerbelegung. Das erste Bild zeigt den USA Zustand. Das schwarze Kabel muss zum blauen Kabel. Dann funktioniert es, siehe zweites Bild. Im dritten Bild ein Ausschnitt (Quelle: Shure). Die orange Leitung soll zeigen, wie die USA Version verkabelt ist.

SM57 und Kopien

Das SM 57 und auch manche Kopien davon eignen sich gut als Mikrofon für Mundharmonika. Will man den Bulletsound, empfiehlt sich ein Impedanzwandler. Diesen kann man ins Mikrofon einbauen oder als Adapter dazwischenstecken.

Es gibt nur ein Problem. Der Korb gibt Geräusche ab, wenn man ihn in der Hand hält. Greg Heumann hat dafür einen Trichter mit geschütztem Namen, der mit Imbusschrauben fixiert wird. Mein Trichter hält alleine aufgrund der Reibung der Gummiringe in der Passung. Bewährt. Viele Trichter führen zum Shure!